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Warum fotografiere ich?

Das Bild oben zeigt ein Porträt von mir, wenn auch nicht im klassischen Sinne. Das Bild zeigt eigentlich nur meinen Schatten und nicht alle Details meiner Erscheinung sind klar ersichtlich. Ähnlich steht es auch um meine Motivation, das zu tun, was ich tue.

Denn ehrlich gesagt, erschließt sich mir meine Leidenschaft zur Fotografie selbst nicht ganz. Weshalb ich mich ohne eine Kamera im Gepäck irgendwie nackt fühle, kann ich für mich selbst nicht abschließend beantworten. Aber ist es immer zwingend notwendig dies für sich beantworten zu können? Ich bin für mich zu dem Entschluss gelangt, dass mir die Freude an der Sache als Erklärung ausreichend ist und sich mir nicht immer alles in Gänze erschließen muss. Manche Dinge behalten ihren Zauber nur, wenn man sie nicht rational zu erfassen versucht, sondern einfach die Ergebnisse und deren Wirkung für sich sprechen lässt. Meine Art der  Fotografie lässt sich vielleicht am ehesten mit dem Konzept der demokratischen Fotografie erklären, in dem alle fotografischen Motive gleichberechtigt nebeneinander Stehen. Es erfolgt keine Wertung, ob das abgebildete Motiv nun des fotografiert Werdens würdig ist oder nicht. Ein entscheidender Punkt meiner Art zu fotografieren ist der, dass ich die abgebildeten Situationen nicht willentlich kreiere, sondern mich vielmehr nach ihnen auf die Suche mache. Somit sind die Bilder eher im Dokumentarischen anzusiedeln.